Unser  Vereinshaus "Kelter"

Unser Vereinshaus „Kelter“ diente tatsächlich zum Keltern der im Ochsenkopf angebauten Reben und des Mostobstes.Um den begehrten „Saft“ herzustellen war in der „Kelter“ alles vorhanden. Es gab eine Obstmühle, eine Traubenmühle zwei Spindelkeltern und einige Holzbottiche.Viele Liter Wein und Most wurden gekeltert und die „Selbstversorger“ waren froh ein gutes Getränk in den Keller zu bekommen.

Aber die Zeiten änderten sich. Mit dem Aufkommen der Getränkemärkte, andere Nutzung der Gärten und vielen anderenVeränderungen ließ das Keltern immer mehr nach.  Anfang der siebziger Jahre wurde dann der Kelterbetrieb ganz eingestellt.

Diese Entwicklung hatte auch etwas Gutes, benötigte doch unser neu gegründeter Verein ein Vereinsheim.

Am 21.11.1976 beantragten wir die Überlassung der Kelter als Vereinsräume. Nach dem am 20.01.1977 die Baugenossenschaft Neu – Heidelberg hre Zustimmung erteilt hatte, konnte auch bald mit der Stadtverwaltung eine Einigung erzielt werden. Vertraglich wurde geregelt, dass die Baugenossenschaft das Gebäude an die Stadt vermietet und diese die „Kelter“ der Siedlungsgemeinschaft überlässt. Es folgten Gespräche zu den erforderlichen Umbaumaßnahmen, die dann im Sommer 1978 begannen. Wir  bepflanzten in Eigenleistung den „Kantinenbuckel“,um das Gesamtbild zu verschönern.  

 

 

OB Zundel und Rolf Freymüller

     


Am 11.12.1978 fand dann die Einweihung und die Schlüsselübergabe durch den damaligen Oberbürgermeister Reinhold Zundel statt. Von da an wurde die Kelter zum Mittelpunkt unseres Vereinslebens, sie entwickelte sich zu einer echten Begegnungsstätte.

Da leider kein Lagerraum zur Verfügung stand, bauten wir 1982 einen „Holzschuppen“ an das Kelterhaus an. Hier wurde eine Küche für unsere Vereinsfeste eingebaut und es blieb noch genügend Raum für Getränke usw. übrig.

Im Laufe der Jahre wuchs unsere Gemeinschaft und die von uns angebotenen Aktivitäten erfreuten sich großer Beliebtheit.

Bald war der vorhandene Platz in der „Kelter“ an seine Grenzen gekommen und man dachte über eine Erweiterung der Räumlichkeiten nach.

Gespräche mit der Frau Oberbürgermeisterin Beate Weber und Herrn Hornig von der Baugenossenschaft Neu Heidelberg hatten Erfolg. Das Hochbauamt der Stadt Heidelberg begann mit Planungen für einen Umbau.

Wir konnten all unsere Wünsche, Vorschläge und Vorstellungen mit in die Planung einbringen. Dann war diese Phase abgeschlossen, der Anbau wurde genehmigt und von der Stadtverwaltung finanziell auf sichere Beine gestellt.

Am 13.03.1995 begann der Kelterumbau. Bis zur endgültigen Fertigstellung am 02.07.1996 wurden alle Arbeiten wie Erdarbeiten, Beton- und Maurerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Sanitärinstallationen und Heizungsbau, Elektroinstallationen, Holzarbeiten, Fliesenarbeiten, Malerarbeiten usw. in 4557 Stunden Eigenleistung von 28 Mitgliedern – darunter vier Frauen-  durchgeführt. Vergeben wurden lediglich die Fenster, der Dachstuhl und die Gipserarbeiten. Der Kelterbetrieb wurde in dieser Zeit weitestgehend aufrechterhalten.

Die Übergabe und Einweihung der „neuen Kelter“ fand am 22.03.1995 in einer Feierstunde durch Frau Oberbürgermeisterin Beate Weber statt. Hierzu waren alle „Helfer“ und die am Umbau beteiligten Firmen und die Verantwortlichen des Hochbauamtes eingeladen.

Als 1999 der Gutachweg im Bereich der Kelter saniert wurde, entstand ein schöner Platz. Hierfür stiftete die Firma Krämer, die uns auch während des Umbaus mit praktischen Hilfen z. B. beim Abwasser zu Seite stand, den Brunnen. Die Baugenossenschaft Neu-Heidelberg erneuerte die Zaunanlage entlang des Gutachwegs und spendete eine Kaiserlinde.

Unsere Kelter, auf die wir mit Recht stolz sind, ist seither zusammen mit dem Ortsmittelpunkt auch zum Schmuckstück der Siedlung geworden, gerne besucht und von allen angenommen.